
Haus Hartenfels ist ein im Duisburger Stadtwald gelegener schlossartiger Landsitz. Das Haus steht auf dem höchsten Punkt (82,52 m über Normalnull) des Stadtgebietes Duisburg im Stadtteil Neudorf-Nord.

Geschichte
Bauherr war der Stahlindustrielle Peter Klöckner, der seinen Schwager Hermann Wolters, Baurat in Coesfeld, mit dem Bau beauftragte. Bis 1942 diente die schlossartige Villa als Sitz der Unternehmerdynastie.
Nach einem ersten Entwurf sollte zunächst ein aufwendig gestaltetes, im neoromanischen Stil errichtetes Gebäude entstehen. Der Entwurf erfuhr jedoch erhebliche Vereinfachungen. Es entstand ein zweigeschossiges Landhaus im Stil des Späthistorismus mit Zentralhalle und repräsentativen Wohn- und Empfangsräumen. An der Westfassade entstanden Wintergärten und Erker. 1927 war der gesamte Gebäudekomplex fertiggestellt.
Nach Klöckners Tod und dem Auszug der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg quartierte man Ausgebombte und Flüchtlinge ein. Nach jahrelangem Verfall wurde das Gebäude in den 1980er Jahren äußerlich wiederhergestellt. Zu dem etwa sechs Hektar großen Grundstück gehört ein wertvoller Park- und Waldbestand. 1998 wurden Villa, Pförtnerhaus mit Remisengebäude, Gärtnerhaus und Park unter Denkmalschutz gestellt.
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Wohnen wie in einem Märchenschloss: Das Haus Hartenfels, die ehemalige Klöckner-Residenz auf der höchsten Erhebung Duisburgs inmitten des Stadtwaldes und unmittelbar an der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr, beherbergt heute 12 edle Luxuswohnungen der Extraklasse. Die Raumflächen variieren zwischen 76m² und 360m². Der Umbau des Schlosses wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt der Stadt Duisburg vollzogen, sodass elementare Bestandteile der Architektur wie die prächtige Galerie rund um die Eingangshalle oder die prunkvollen Kassettendecken in den Wohnungen erhalten blieben.
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Peter Klöckner (1863-1940) war ein Großindustrieller, der im Stahlhandel groß geworden war. Seinen Aufstieg verdankte er der Übernahme moroder Hüttenwerke und Zechen, die er erfolgreich sanierte. Die zweite Heirat war Anlass, sich im Duisburger Stadtwald nahe der Stadtgrenze ein exklusives Baugelände übereignen zu lassen, dessen nicht kommerzielle Nutzung er ausdrücklich vertraglich zusichern musste. Als Architekten beauftragte er seinen Schwager Hermann Wolters, Stadtbaurat in Coesfeld.
Vorbild für das 1911/12 errichtete Haus Hartenfels waren wohl die massigen Landhäuser des Burgenspezialisten Bodo Ebhardt. Der erste Entwurf mit aufwändigem neoromanischen Dekor wurde erheblich vereinfacht ausgeführt. Im Prinzip handelt es sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus mit zentraler Halle, Repräsentations- und Wohnräumen. Die zunächst schlichte Westfassade wurde nach kurzer Zeit durch weitere Wintergärten und Erker ergänzt. Eine Besonderheit ist der weithin sichtbare Turm, der den Blick auf die Industrielandschaft im Westen und Norden ermöglichte.
Im hohen Speicher wurde eine große „Spielwiese“ für die Kinder eingerichtet. Der Personalaufwand war zunächst wohl gering. Erst mit dem Anbau eines Gästeflügels in den 1920er Jahren (Architekt Hugo Dunkel, Düsseldorf) wurden auch die Wirtschaftsräume erheblich vergrößert.
Klöckners Passion gehörte der Jagd, und die Familie besaß ein Jagdhaus im Westerwald, wo auch der Name „Hartenfels“ seinen Ursprung hat.
Nach Klöckners Tod und dem Auszug der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus mit bis zu 250 Ausgebombten und Flüchtlingen belegt. Die Innenausstattung litt zu dieser Zeit sehr; das Haus verwahrloste schließlich völlig. Erst in den 1980er Jahren wurde es gesichert und äußerlich wiederhergestellt. Das Innere, wo sich zumindest im Erdgeschoss große Teile der festen Ausstattung erhalten haben, befindet sich dagegen noch immer in unfertigem Zustand. Ein Investor plant den Ausbau von Haus Hartenfels für Eigentumswohnungen.
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Beim Spaziergang rund um das Haus Hartenfels entstanden weitere Fotos: