Oembergmoor und Wambachtal

An einem warmen Frühsommervormittag war ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet „Oembergmoor und Wambachtal“ in Mülheim an der Ruhr geplant (siehe dazu auch das Wander Highlight). Die nachfolgenden Informationen sind der Tafel zum Naturschutzgebiet entnommen (Wambachtal und Oembergmoor Naturschutzgebiet im Mülheimer Landschaftsplan seit Februar 2005, Flächengröße ca. 194,6 Hektar).

Mit dabei war die Canon EOS RP mit dem neuen Weitwinkelobjektiv RF 16 mm. Dabei entstanden einige schöne Landschaftsaufnahmen.

Das Naturschutzgebiet erstreckt sich vom Eintritt des Wambachs in den Wald an der Winsterstraße bis zur Mündung in den Entenfang. Es umfasst den Verlauf des Wambaches und angrenzende Waldbereiche, der untere Schengerholzbach und das Oembergmoor gehören zum Naturschutzgebiet. Im sandigen Untergrund hat der Bach ausgeprägte Mäander mit Abbruchkanten, Auskolkungen und ruhige, flache Bereiche ausgebildet, er wird abschnittsweise von naturnahem Erlenwald begleitet. Die Wälder des Wambachtals setzen sich vorwiegend aus Buchen und Erlen zusammen, Erlen, Eschen und Hainbuchen dominieren auf feuchteren Standorten. Nadelgehölze sind verstreut vorhanden.

Tafel der Imkerei

Das kleine Oemberg-Moor ist teilweise offen. Pfeifengras und Binsen, Faulbaum und Moor-Birken dringen am Rande ein. Am Unterlauf des Schengerholzbachs befinden sich mehrere hochwertige Feuchtwiesen. Im mittleren Teil verengt sich das Naturschutzgebiet auf den Wambach mit schmalem Uferschutzstreifen. Im Anschluss durchfließt der Bach naturnah mäandrierend einen Mischwald bis zur Autobahn A3. Ein kurzer Abschnitt des Wambaches verläuft westlich der Autobahn bis zur Mündung in den Entenfang, ein ausgeprägter Mündungskegel markiert hier den Einlauf.

Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgte unter anderem:

  • zur Erhaltung und Entwicklung eines in weiten Teilen noch naturnahen Bachtales;
  • wegen des Vorkommens zahlreicher in Nordrhein-Westfalen gefährdeter oder bedrohter Tier- und Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften;
  • wegen der Bedeutung des Bachtales als regional bedeutsamer Biotopverbundkorridor;
  • wegen der besonderen Eigenart und Schönheit des Landschaftsraumes mit seinen vielfältigen Biotopstrukturen.

Das Wambachtal bildet ein wichtiges Vernetzungselement im Biotopverbund zwischen Rhein- und Ruhrtal. Der Oberlauf des Wambachs ist als eigenes Naturschutzgebiet „Auberg und Oberläufe des Wambachs“ geschützt. Die angrenzenden Hofstellen, Wälder und Freiflächen sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und so vor Zersiedelung geschützt.

Ruhrbogen am Kaiserberg

der Ruhrbogen zwischen Oberhausen, Mülheim und Duisburg (OpenStreetMap)

Ostermontag war es sehr sonnig und so führte mich eine kleine Radtour am Vormittag an die Ruhr. Mit dabei war die Canon RP mit dem 40 mm EF Objektiv.

Der Start war an der Aakerfährbrücke; von da aus ging es in die Ruhrwiesen (Speldorfer Straße), auf der rechten Seite des Flußes entlang.

Das erste Grün an den Büschen und Bäumen war auch schon auf einer kleinen Anhöhe zu entdecken.

Dann führte mich der Weg direkt an das Ruhrufer, was hier sehr idyllisch anmutet. Die Ruhr fließt hier sehr langsam, sodass man meinen könnte, dass sie gar in der falschen Richtung fließt und nicht in den Rhein münden will.

Nur vereinzelt sind einige Angler und Ausflügler zu entdecken. Sogar ein brütendes Schwanpaar konnte man an einem toten Nebenarm der Ruhr ausmachen.

Beim „Paddelverein Wasserbummler 1932 e.V.“ ging es dann zurück über den Deich in Richtung Kreuz Kaiserberg.

Neue Trasse des Ruhrtalradwegs

An einem Novembernachmittag schien noch einmal die Sonne und ich war mit dem Fahrrad unterwegs zu einem neuen Teilstück des Ruhrtalradwegs zwischen Mülheim und Oberhausen.

Auf der Karte sind die Stellen mit roten Pfeilen markiert, von denen die weiteren Fotos entstanden sind.

Der erste Halt war an der Brücke über den Ruhrschifffahrtskanal mit Blick auf die Eisenbahnbrücken und auf den Zusammenfluß von Kanal und Ruhr sowie auf die Autobahnbrücke der A3:

Der zweite Halt war an der Schwiesenkamp-Kehre mit Blick in die herbstlich, sonnige Ruhraue:

Die nächsten Herbstfotos entstanden am Kolkerhofweg, auf dem Deich des Ruhr-Schifffahrtskanals:

Die nachfolgende Karte zeigt nun die neue Trasse (rot markiert) des Ruhrtalradwegs, zwischen Mülheim und Oberhausen:

Alle weiteren Fotos sind dann auf diesem neuen Teilstück entstanden:

Rund um das Technikum in Speldorf

Mitte Oktober führte der Weg mich nach Mülheim an der Ruhr.

Ich hatte gelesen, dass auf dem Tengelmann-Gelände an der Wissollstraße in einem „Technikum“-Gebäude Oldtimer untergebracht waren.

Leider kam ich zu spät; alle Fahrzeuge waren schon im letzten Jahr verkauft worden.

Das spektakuläre Technikum

Völlig offen ist, was aus dem sich auf dem Gelände befindenden Technikum wird, wie das Unternehmen auf Nachfrage bestätigt. 1966 als Früchtelager gebaut, wurde die Halle 2009 geräumt und blieb zunächst ohne weitere Nutzung. Der Abrissantrag ist bereits bewilligt, als die Idee entsteht, dem alten Gemäuer eine neue Bestimmung zu geben: Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Standortes an der Wissollstraße im Oktober 2012 wurde das Lager zur Ausstellungs- und Veranstaltungshalle umgebaut und erhielt den Namen Technikum.

Ein Gebäude, zwei Nutzungen: ein Ort, an dem automobile Unternehmensgeschichte erlebbar gemacht wird und historische Produktionsanlagen der Wisoll Schokoladenfabrik zu sehen sind sowie gleichzeitig ein Platz, der Raum für Veran­staltungen unterschiedlicher Größe bietet. Für die Gestaltung galt die Prämisse, das Gebäude zwar in seinem Ursprungscharakter als Industriehalle zu erhalten, es darüber hinaus aber nach umweltgerechten Baukonzepten umzubauen.

Quelle: 

Hier findet man meine Fotos, die ich auf dem ehemaligen Tengelmann-Gelände, rund um das Technikum aufgenommen habe:

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Das im Jahre 1966 als Früchtelager auf dem Tengelmann Betriebsgelände errichtete und zum 100-jährigen Standort-Jubiläum in eine moderne Eventlocation umgebaute TECHNIKUM gibt Ihren individuell geplanten Veranstaltungen in Mülheim an der Ruhr perfekte Bedingungen. Ob B2B-Event, privates Fest, stimmungsvolle Weihnachtsfeier oder als Kulisse von Film- und Fotoaufnahmen – mit seinem unwiderstehlichen Industrieflair begeistert das Ambiente als Setting für beinahe jeden Anlass.

Quelle:

Rund um Haus Hartenfels

Haus Hartenfels

Openstreetmap Haus Haertenfels

Haus Hartenfels ist ein im Duisburger Stadtwald gelegener schlossartiger Landsitz. Das Haus steht auf dem höchsten Punkt (82,52 m über Normalnull) des Stadtgebietes Duisburg im Stadtteil Neudorf-Nord.

Haus Hartenfels

Geschichte

Bauherr war der Stahlindustrielle Peter Klöckner, der seinen Schwager Hermann Wolters, Baurat in Coesfeld, mit dem Bau beauftragte. Bis 1942 diente die schlossartige Villa als Sitz der Unternehmerdynastie.

Nach einem ersten Entwurf sollte zunächst ein aufwendig gestaltetes, im neoromanischen Stil errichtetes Gebäude entstehen. Der Entwurf erfuhr jedoch erhebliche Vereinfachungen. Es entstand ein zweigeschossiges Landhaus im Stil des Späthistorismus mit Zentralhalle und repräsentativen Wohn- und Empfangsräumen. An der Westfassade entstanden Wintergärten und Erker. 1927 war der gesamte Gebäudekomplex fertiggestellt.

Nach Klöckners Tod und dem Auszug der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg quartierte man Ausgebombte und Flüchtlinge ein. Nach jahrelangem Verfall wurde das Gebäude in den 1980er Jahren äußerlich wiederhergestellt. Zu dem etwa sechs Hektar großen Grundstück gehört ein wertvoller Park- und Waldbestand. 1998 wurden Villa, Pförtnerhaus mit Remisengebäude, Gärtnerhaus und Park unter Denkmalschutz gestellt.

Quelle:

Wohnen wie in einem Märchenschloss: Das Haus Hartenfels, die ehemalige Klöckner-Residenz auf der höchsten Erhebung Duisburgs inmitten des Stadtwaldes und unmittelbar an der Stadtgrenze zu Mülheim an der Ruhr, beherbergt heute 12 edle Luxuswohnungen der Extraklasse. Die Raumflächen variieren zwischen 76m² und 360m². Der Umbau des Schlosses wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt der Stadt Duisburg vollzogen, sodass elementare Bestandteile der Architektur wie die prächtige Galerie rund um die Eingangshalle oder die prunkvollen Kassettendecken in den Wohnungen erhalten blieben.

Quelle:

Peter Klöckner (1863-1940) war ein Großindustrieller, der im Stahlhandel groß geworden war. Seinen Aufstieg verdankte er der Übernahme moroder Hüttenwerke und Zechen, die er erfolgreich sanierte. Die zweite Heirat war Anlass, sich im Duisburger Stadtwald nahe der Stadtgrenze ein exklusives Baugelände übereignen zu lassen, dessen nicht kommerzielle Nutzung er ausdrücklich vertraglich zusichern musste. Als Architekten beauftragte er seinen Schwager Hermann Wolters, Stadtbaurat in Coesfeld.

Vorbild für das 1911/12 errichtete Haus Hartenfels waren wohl die massigen Landhäuser des Burgenspezialisten Bodo Ebhardt. Der erste Entwurf mit aufwändigem neoromanischen Dekor wurde erheblich vereinfacht ausgeführt. Im Prinzip handelt es sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus mit zentraler Halle, Repräsentations- und Wohnräumen. Die zunächst schlichte Westfassade wurde nach kurzer Zeit durch weitere Wintergärten und Erker ergänzt. Eine Besonderheit ist der weithin sichtbare Turm, der den Blick auf die Industrielandschaft im Westen und Norden ermöglichte.

Im hohen Speicher wurde eine große „Spielwiese“ für die Kinder eingerichtet. Der Personalaufwand war zunächst wohl gering. Erst mit dem Anbau eines Gästeflügels in den 1920er Jahren (Architekt Hugo Dunkel, Düsseldorf) wurden auch die Wirtschaftsräume erheblich vergrößert.

Klöckners Passion gehörte der Jagd, und die Familie besaß ein Jagdhaus im Westerwald, wo auch der Name „Hartenfels“ seinen Ursprung hat.

Nach Klöckners Tod und dem Auszug der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus mit bis zu 250 Ausgebombten und Flüchtlingen belegt. Die Innenausstattung litt zu dieser Zeit sehr; das Haus verwahrloste schließlich völlig. Erst in den 1980er Jahren wurde es gesichert und äußerlich wiederhergestellt. Das Innere, wo sich zumindest im Erdgeschoss große Teile der festen Ausstattung erhalten haben, befindet sich dagegen noch immer in unfertigem Zustand. Ein Investor plant den Ausbau von Haus Hartenfels für Eigentumswohnungen.

Quelle:

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Beim Spaziergang rund um das Haus Hartenfels entstanden weitere Fotos:

Am Ruhrkanal zwischen Duisburg und Mülheim

am Ruhrkanal zwischen Duisburg und Mülheim

 

Heute startete die kleine Tour am Werthacker in Duisburg und führte dann direkt über den Ruhrkanal in Richtung Mülheimer Schleuse über den Kolkerhofweg.

Im Werthacker konnte ein Opel Rekord 1700 Coupe am Straßenrand abgelichtet werden.

Opel Rekord 1700 Coupe
Opel Rekord 1700 Coupe

Der weitere Weg führt dann unter der Autobahn A40 hindurch bis zur Schleuse am Raffelberg in Mülheim.

Dort befindet sich auch die Zufahrt zur Klärschlammdeponie. Von dort hat man einen guten Ausblick auch auf die Styrumer Ruhraue.

Zurück ging es dann den gleichen Weg am Kanal entlang, vorbei auch an der Braun’schen Forellenzucht, die schon viele Jahre verwaist ist.